“Vielleicht verstehen wir uns ja.” 24/01/2011
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Die letzte Woche war geprägt von Tennis, Arbeit-Schwänzen und Samuel.
Am einflussreichsten ist aber ganz klar letzteres…
Name: Samuel K.
Alter: 20
Wohnort: in der Nähe von Köln
Will studieren: Mathematik
Problem: Depressiv, hat seit zwei Monaten nicht mehr gelacht
Geschichte: Vor einer Woche treffen wir Samuel, auch genannt Johannes oder Steffen, an der Waschmaschine. “Hey wie lang braucht ihr denn noch? Ich muss meine Wäsche noch waschen.” Nach der Ansage, dass wir sie gerade erst rein gemacht haben beginnt schon ein kleiner Smalltalk, er redet in einer sehr leisen aber verbindlichen Art und Weise. Sehr verbindlich. “Wollt ihr später noch quatschen? Vielleicht verstehen wir uns ja.”
Natürlich wollen wir mit dir quatschen Samuel. Wie gesagt so getan sitzen wir also abends mit ihm gemeinsam im Outdoor-Bereich des BOZO-(Qualitäts-)Backpacker und haben das australische Standard-Gespräch:
A: “Ja wo kommst du her?” B: “Aus der Nähe von Köln und ihr?”
A: “Also ich aus Stuttgart und die beiden aus Berlin, hast auch gerade Abi gemacht ja?” B: “Ja genau, was habt ihr schon so gemacht in Australien”
A: “Ja hab mir die Ostküste angeguckt und bin jetzt hier und suche Arbeit und du?” B: “Ich komme von der Westküste und habe mir da ein Auto gekauft und nur Probleme damit gehabt.”
Ab hier beginnt nun Samuels Hauptthema. Die Quelle seiner Depressionen und dem Drang nun endlich Arbeit zu finden und vor allem das Auto los zu werden. Er hat sich in Perth ein altes Auto für viel Geld gekauft, ist gefahren und ab dann in regelmäßigen Intervallen immer wieder Probleme gehabt, sodass er den Kaufpreis noch einmal in Reparaturen stecken musste. Aber er hatte ja noch Geld von der Kartoffelfarm. Dort hat er wohl viel Geld gemacht. Hier in Melbourne nun angekommen ist vom Auto nicht mehr viel in guter Kondition über. Gangschaltung funktioniert nur langsam, der Auspuff hört sich an wie eine kaputte Harley und der Motor startet nur sporadisch. Er hat sich aber ein Glück ein Jumpstart-Kabel von Kmart zugelegt. Jetzt ist er hier in Melbourne, kein Geld, verschuldet bei Mama und Papa und im Hinterkopf noch die Angst für den Mercedes bezahlen zu müssen den er Weihnachten beim Einparken leicht berührt hat. “Alles scheiße man.”
Man wartet nur ängstlich darauf bis endlich die erste Träne seine Augen verlässt, doch vergeblich. Er hat das Gespräch wahrscheinlich nicht das erste Mal und die Traurigkeit, Depression und Verzweiflung kommt konsequent, ruhig und routiniert rüber. Doch wie wir so sind, der lustige Schwabe und die noch viel lustigeren Berliner muntern wir das süße Bärchen Samuel auf und binden ihn gleich in unsere Planungen ein.
A: “Wir haben auch unser Auto zerschrottet und sind knapp bei Kasse und suchen jetzt nach Farmarbeit, kannst ja mitkommen.” B: “Das wär echt super.”
Er lächelt nach eigenen Angaben das erste Mal wieder nach zwei Monaten. Sehr schön.
A: “Wir haben jetzt die letzte Woche jeden Tag bei dieser Farm-Agentur angerufen und die haben wahrscheinlich bald was frei. Das Doofe ist halt, dass wir kein Auto haben und daher nicht an abgelegene Farm kommen können, die besser zahlen und mehr Jobs haben” B: “Naja, wir können auch mit meinem Auto zu einer Farm fahren wenn wir da arbeiten können.” A: “Echt? Das ist ja super. Wir können dann ja auch Benzin bezahlen, haben wir alle was von.”
Der Plan stand also. Job suchen, hinfahren und ums Überleben arbeiten. Ab jetzt haben wir konsequent nach Jobs gesucht und wie im letzten Blogeintrag bereits erwähnt sogar die Farms in der Nähe mit dem Auto abgeklappert.
Wir: “Hey, we are looking for farm jobs.” Farmer: “No sorry mate. Very bad timing.” Weiter geht’s.
Das hat aber nichts gebracht. Fakt ist, im Umland von Melbourne sucht kein Landei mehr Aushilfen. Die Erdbeeren, einzige Frucht die im Moment hier gepflückt wird, gehören den Niedriglohn-Vietnamnesen.
Wir zur Erdbeeren-Farmerin: “Hey we are looking for farm jobs.” Farmerin: “No sorry we have vietnamese contractors for twenty years now.”
Übersetzt: Sie beutet jetzt schon seit zwanzig Jahren Vietnamesen aus die per Kilo bezahlt werden und kann sich vier Europäer die mehr als nur eine Schüssel Reis pro Tag benötigen nicht leisten. Daumen hoch. So kannst du dir also Farmerin also Pool, Villa und Luxusauto leisten.
Wieder im Bozo, übrigens ein verdammt gutes Hostel, geht die Suche online weiter. Wenn der Tim mal wieder bei den Australien Open ist und sich freut mit irgendwelchen unheimlich bekannten Tennisspielern ein Bild zusammen zu machen oder Lars Bider und Teppiche auf eine Auktion schleppt um sich eine weitere Woche Bozo leisten zu können, suchen die anderen weiter. Eine Gruppendynamik entsteht. Drei plus eins wird zu vier. Auch wenn der Samuel seine Eigenarten hat. Aber das wird bestimmt noch wenn der Junge wieder bessere Laune bekommt. Das mit dem Humor wird vielleicht schwierig. Nichts ist unmöglich.
Dann die plötzliche Kehrtwende: Wir finden nun endlich nach einer Woche (das ist der Zeitraum der oberen Begebenheiten) einen Job auf Anthonys Farm. Anthony will uns mit vierzehn Dollar die Stunde vergüten und jeden Tag arbeiten lassen. Perfekt! Oder doch nicht? Denn Samuel fühlt sich schlecht. Er will jetzt doch irgendwie sein Auto verkaufen. Also ins Umland wäre er schon mit dem Auto hingefahren und jeden Tag von Unterkunft zur Farm aber bis Mildura – ne irgendwie nicht.
Aus einem Tag Diskussion werden zwei. Anthony haben wir schon zugesagt. Er freut sich – aber ohne Auto ginge es nicht. Das sagt er gleich zwei mal heute morgen als wir ihn angerufen haben um darüber zu berichten, dass unser Auto dummerweise nicht mehr funktioniert. Irgendwas mit der Gangschaltung. Heißt: Samuel sagt uns heute Morgen um neun Uhr, dass er sich nun entschieden habe und echt nicht mit dem Auto fahren will. Die Moral der Geschichte: Verlass dich lieber auf keinen der Depressionen und ein kaputtes Auto an der Backe hat, aus Perth kommt und in Adelaide erfahren hat, dass seine Gangschaltung bald den Geist aufgibt.
Dennoch lassen wir uns, drei umheimlich coole und schöne Backpacker, nicht vom Weg abbringen. Während Tim heute das letzte Mal in seinem Topseller-Café arbeitet und bestimmt schon ein Hundert koffeinfreie Kaffees verkauft hat, das macht er gerne, gehen Alex und Lars, die beiden aus Berlin, direkt zur Flinders-Street-Railwaystation und kaufen drei Buskarten nach Mildura. Wenn Anthony nach Leuten sucht müssen seine Kollegen vom Land ja logischerweise auch nach Leuten suchen.
Anschließend aber herausgefunden: Mensch in Mildura sind schon fast alle Hostels voll. Ungewiss geht es also heute über Nacht im vLine-Bus 600 Kilometer nach Mildura. Da wir neun Stunden dafür brauchen fährt der Bus wahrscheinlich rückwärts. Nichts desto trotz wird sicherlich genug passieren damit Tim der Geschichtenerzähler im nächsten Eintrag wieder eine Geschichte zu erzählen hat. Zum Beispiel ob wir einen Job gefunden haben, warum er im Cafe gefeuert wurde, wie das neue Hostel ist und ob der Murray-River vielleicht doch noch über die Ufer gekommen ist. Ist nämlich bei australischen Flüssen gerade im Trend.
Grüße aus Melbourne,
Lars
(in Tims Vertretung)
Thomas D. – Rückenwind 06/07/2009
Posted by schickle in Privates, Sonstiges.Tags: Thomas D.
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siehst du den horizont?
direkt überm boden fängt der himmel an
und wär ich dort dann würd ich wetten
dass ich ihn erreichen kann
doch hier hat es den anschein bin ich dafür zu klein
also hau ich ab mit sack und pack und pack ein paar
meiner sieben sachen die ich hab und da wird mir klar
es fehlt immer ein stück doch ich mach mir nichts draus
setz den wagen zurück und bin raus
fahr gerade überland es wird gerade mal hell
spüre freiheit in mir denk das ging aber schnell
bleibe besser im hier denn es gibt kein zurück
und alles was ich brauch ist mein auto und glück
ist die anlage an dann geht der sound ab
und ich rauch die zigarette die ich dafür gebaut hab
und schaut ab und zu mal einer dumm dann nehm ichs ihm nicht krumm
denn thomas d haut ab und ich weiss ich komm rum
und ihr schaut ab und zu mal besser eure strasse lang
denn irgendwann komm ich an und dann hoff ich ihr wisst
was geht und dass ihr mich versteht und macht was draus
denn eh ihrs euch verseht bin ich wieder raus
[chorus]
ich packe meine sachen und bin raus mein kind
thomas d ist auf der reise und hat rückenwind
ich sag es euch auf diese weise alle die am suchen sind
sind mit mir auf der reise haben rückenwind
und wir fahrn auch über wasser wenn dort brcken sind
hey der typ hat ne meise aber rückenwind
wir betreten neue wege die wir noch nicht hatten
ich nehm euch mit ein stück in meinem windschatten
und doch geniess ich die zeit die ich daheim vertreib
denn zum zeitvertreib führt der weg meiner freunde zu mir her
meine wohnung ist nie leer und es könnten noch viel mehr
parties abgehn wovon wir absehn
wenn auch die freunde bei mir aus und ein gehn und abdrehn
ist es egal wieviel aufsehn wir erregen weil wir doch
noch mehr bewegen bewegen wir uns auf anderen ebenen
und bringen mehr bewegungen zu anderen noch lebenden
und fällt dem regen ein er wollt mein wagen ja noch waschen
hab ich euch in meinem herzen und musik in den taschen
und mit so ner einstellung werd ich alles überleben
sagte ich nicht irgendwann mal es wird regen geben
es gibt nicht nur sonnenschein doch ich lass die sonne rein
yeah der meister ist im haus und lässt die sonne raus
denn seh ich die strassen die wolken gehrt die welt mir
ich hab nur unsinn im sinn und ich hab dich im visier
[chorus]
ich packe meine sachen und bin raus mein kind
thomas d ist auf der reise und hat rückenwind
ich sag es euch auf diese weise alle die am suchen sind
sind mit mir auf der reise haben rückenwind
und wir fahrn auch über wasser wenn dort brcken sind
hey der typ hat ne meise aber rückenwind
wir betreten neue wege die wir noch nicht hatten
ich nehm euch mit ein stck in meinem windschatten
und irgendwann komm ich dann in nem wohnmobil an
bin somit ständig am reisen immer am ziel und kann
euch am besten beweisen alle brauchen visionen
ich hab die ich steh vor euerm haus und ihr lasst mich drin wohnen
und wir fahrn gemeinsam ab weil jeder selbst steuert
dann geb ich euch meine meine kraft weil ihr mich anfeuert
denn wenn ihr beteuert mich zu verstehn dann lasst mich gehn
und wir werden uns wiedersehn
ich lass nur zurück was keiner braucht
last die mich unten hält obwohl sie selbst nicht taucht
denn ich brauch freie sicht ich weiss ich leb umsichtig
mir ist nicht viel wichtig nur eins folg mir nicht ich
bitt dich nicht mit mir zu gehn weiss das eine
reisen ist gesund ich hau ab und zieh leine
und ihr seht mich als punkt am horizont verschwinden
um ein stück weiter hinten mich selbst zu finden
[chorus]
ich packe meine sachen und bin raus mein kind
thomas d ist auf der reise und hat rückenwind
ich sag es euch auf diese weise alle die am suchen sind
sind mit mir auf der reise haben rückenwind
und wir fahrn auch über wasser wenn dort brcken sind
hey der typ hat ne meise aber rückenwind
wir betreten neue wege die wir noch nicht hatten
ich nehm euch mit ein stck in meinem windschatten
Tim meets… 30/06/2009
Posted by schickle in Privates, Sonstiges, Sport.Tags: Bastürk, Schickle
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… YILDIRAY BASTÜRK

Endlich…
… hab ich den Spieler getroffen, der noch mehr verletzt ist als ich! Man sollte es nicht für möglich halten, aber es gibt ihn. Speedy-Yildi…
… hab ich den getroffen, dem ich meinem Spitznamen “Bastürk von Vaihingen” mitzuverdanken habe…
Endlich…
In diesem Sinne:
“Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.” (Theodor Fontane)
Schule 08/06/2009
Posted by schickle in Privates, Sonstiges.1 comment so far
“Während meines neunjährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern.”
Bertolt Brecht
Ach, wie kann ich mit dem werten Herrn Brecht mitfühlen…
Die Folter hat heute wieder begonnen… Nach 2 Wochen in denen man vergisst, dass es die Schule überhaupt noch gibt (wenn man nicht 20 Meter von ihr wegwohnt…) hat der harte Alltag wieder begonnen… Gute 7,5 Wochen bis zu den so heißgeliebten Sommerferien…
Doch was wäre die Schule ohne Klausuren? Ist ja so in etwa wie der Lindhase ohne seine Glocke… Doch das wirklich überragende am Thema “Klausuren in der Schule” ist, dass sie immer direkt nach den Ferien auf einen reinprasseln… Da hat man einen Monat lang keine Arbeit, um dann nach den Ferien innerhalb von 4 Wochen die verbleibenden 8 Klausuren zu schreiben… Naya, der Streß hat auch was gutes. In 4 Wochen ist dann Stufe 12 praktisch bewältigt…
Schon krass… In nem guten Jahr bin ich fertig mit der Schule, hab aber keine Ahnung was ich danach machen soll… Trotz Ausmusterung (siehe Zukunftsweisendes)
Fußballer? Ne, der Arzt hat gesagt “aufhören”…
Schauspieler? Ne, gibts bessere… Und is ja dann das gleiche wie
Lehrer? Hmm, könnte ich das anders machen, was mich jetzt stört (also alles ?!?)
Müllabfuhr? Brauch ich kein Abi, aber bin den ganzen Tag mit schickem Firmenfahrzeug und gutem Arbeitsoutfit an der frischen Luft…
Lebensmittelchemiker? Super Idee (danke Tobi!), aber ohne Chemie und Lust wohl doch eher nichts für mich…
Deshalb meine Bitte an euch:
Wer eine Idee hat, bitte per Komentar hinterlassen
So far…
Gute Zeit, wenn man sich nicht mehr sieht:
- schöne Sommerferien
- schöne Weihnachten
- nen Guten Rutsch!
Müssen nur wollen 06/06/2009
Posted by schickle in Privates, Sonstiges.Tags: Ferien, Lernen :(, Müssen nur wollen
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Unter diesem Motto (aus dem gleichnamigen Lied der Helden) standen meine Ferien – was das Schultechnische anging… Machen wir keinen Hehl daraus: Ich wollte nur selten
Aber wer kennt dieses Gefühl nicht? Jeder einzelne meiner Leser (also mit mir höchstens 2 Leute
) war bestimmt schon in dieser Situation. Was interessiert es mich auch, wann August Sander gelebt hat und was seine Ziele und Wünsche waren? Naya, so wurde “Müssen nur wollen” von Wir sind Helden zum Motivationssong – auswendig kann ich den nun, lerntechnisch hat es eher wenig gebracht
Aber ansonsten liefert das Lied ein paar interessante Ansatzpunkte, wie z.B.
“aber wenn ich könnte wie ich wollte würd ich gar nichts wollen
ich weiß aber daß alle etwas wollen sollen”
Auch das kennt doch jeder. Wie oft kommen die Eltern, die Lehrer oder sonstige Personen zu einem und sagen “Du musst gut in der Schule sein”, “Du musst dein Zimmer aufräumen” oder “Du musst später mal gutes Geld verdienen”. Da aber manchmal die Motivation flöten geht, ist das alles gar nicht so einfach… Aber wir “sollen ja etwas müssen”… Gar nicht so einfach… Und weil meine Gedanken just in diesem Moment Achterbahn fahren, höre ich jetzt auf und mache an geeigneter Stelle mal weiter (oder auch nicht!?!) Zum Abschluss noch das Musikstück, welches mich durch die Ferien begleitet hat (sogar mit Liedtext!!!
), in der Hoffnung dass es auch euch hilft die Dinge zu schaffen, auf die ihr gerade keine Lust habt
Superwahljahr 2009 03/06/2009
Posted by schickle in Privates, Sonstiges.Tags: Angie, Frank Moll (Jusos Gerlingen), Frank-Walter, Superwahljahr
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Nachdem ich mir schon anhören musste, keine politischen sondern eher triviale Beiträge, wie Fußball, Musterung, etc. zu veröffentlichen (gell, Andy) aus aktuellem Anlass doch was Politisches…
Viel ist schon geschrieben worden, vom “Superwahljahr 2009″. Auf Bundesebene heißt das große Duell Angie (CDU) gegen Frank-Walter (SPD). Sogar die Bildzeitung berichtet dazu:
Ok, der Artikel behandelt weniger die politschen Kernthemen, aber so kennt man doch die Bild (und ich hoffe jetzt kommt keiner und sagt: “Bild… pah… Die haben kein Niveau!” denn: Keiner liest diese Zeitung, aber jeder weiß was drinsteht
) Doch neben möglichen “Ampel-”, “Jamaika-”, “Rot-Grün-” oder sonstigen Koalitionen auf Bundesebene, darf dieses Jahr auch komunal gewählt werden.
Vorallem die Farben der Wahlzettel stechen dem Wähler sofort ins Gesicht : Während der Zettel für die Kreistagswahl in schlichtem Grau-Weiß gehalten ist, wird es bei der “Wahl der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart im Wahlkreis Ludwigsburg” (komischer Name
) schon bunter… Was auf dem Bild oben braun erscheint, ist in Wirklichkeit orange… Richtig schrecklich ist dann die Farbwahl des Stimmzettels für die Gerlinger Gemeinderatswahl: Ein fieses pink sticht dem Wähler ins Auge. Hierbei würde mich interessieren, ob durch diese Farbwahl schon ein Bürger erblindet ist… (Wer Infos dazu hat, bitte melden!!!)
Diesen Sonntag, also am 7.Juni ist es mit den Wahlen dann soweit… Neben den bereits genannten Wahlen findet auch noch die Europawahl statt (für alle, die nicht wissen was das ist: Das ist die Wahl, von der momentan überall in Fernsehn und Radio Werbung gemacht wird!)
Vorher hatte ich ja schon Angie genannt, was auf Gerlingen bezogen ein gutes Stichwort ist. Sendet das ZDF in diesem Jahr (sogar noch in diesem Monat) die Sendung “Ich kann Kanzler!”. Mit dabei: Die Gerlinger Schülerin Nicole Eichhorn, die von sich selbst sagt “Ich bin nicht so blond, wie das manche gerne hätten!”.
Doch zurück zum Thema… Da die Frage, wen ich denn wähle wahrscheinlich sowieso aufkommen wird, ein kurzes Statement meinerseits:
Ich mache keine Werbung für irgendwelche Parteien, muss aber doch sagen, dass jeder Gerlinger Wähler gut dabei beraten wäre, Frank Moll zu wählen. Das Mitglied der Juso-AG Gerlingen steht auf Platz 3 der SPD-Liste… (oh, jetzt habe ich doch Werbung gemacht… Naya, auch egal
)
Und weil Amintore Fanfani (ital. Politiker, 1908 – 1999) sagt
“In der Politik ist es wie in einem Konzert: Ungeübte Ohren halten schon das Stimmen der Instrumente für Musik.”
genug der Worte meinerseits
Hello Again… 28/05/2009
Posted by schickle in Privates, Sonstiges, Sport.Tags: AMG, Ferien, Hurler'sche Geschichten, München
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Ja, ich lebe noch… Vor 11 Tagen, also einer gefühlten Ewigkeit habe ich das letzte Mal mein Herz an die Welt ausgeschüttet… Nun ja, was soll ich sagen? Getreu dem “Marienhof-Motto” (in leicht abgewandelter Form) ”Es ist viel passiert” …
Marienhof ist dabei ein geniales Stichwort… Konnte ich doch vor einer Woche (21.5. damit ihr nicht mitrechnen müsst
) den Drehort vom Marienhof begutachten… Ein Mannschaftsausflug nach München machts möglich =) Neben dem absoluten Highlight “Bavaria Filmstudios” (mit Stuntshow, Führung, eigenem Film,…) standen noch “Allianz Arena” besichtigen, das obligatorische Weißwurstfrühstück und (natrülich) Alkohol trinken auf dem Programm… Wer mich kennt weiß, dass ich mich beim letzten Punkt zurückgehalten habe… Erlebnisse wie bei einer bestimmten 13-er Party (ja, die gab es tatsächich mal und da waren sie noch gut
) oder einem gewissen Geburtstagsfest haben mich reifen lassen
Meine Aufgabe war es eher die Gruppe bei Laune zu halten… Und nunja, es hat geklappt
Reden wie “Leute, die Masse vergisst das!”, “Leute, es ist so!” oder “Leute, passt mir auf den Markus Treml auf, der holt enorm auf!” dürften innerhalb der Mannschaft genauso wie Mario Basler (zu dem gibt es eine sehr interessante Geschichte! Wer sie wissen will, fragt Rainer Hurler oder eben mich) unvergessen sein… Doch genug von München… Auch Stuttgart hat so seine Reize…
AMG zum Beispiel… Noch einen Tag vor der München-Fahrt war dies mit dem EK-Kurs an der Reihe… “One man, one engine”, das Motto der Affalterbacher Firma… Die Führung ging so lange und war so gut (ohne Ironie!!!), dass ich leider am Nachmittag den besten Unterricht der Woche, Biologie, verpasste (die Ironiefrage kann sich jetzt jeder selbst stellen und beantworten
)
Auch die Ferien liefen bisher gut ab… Viel gechillt, gegrillt, “Illuminati”, CL-Finale und Relegation geschaut… Natürlich erlebte ich das alles mit so kongenialen Partnern wie Pascal “Paule” Haug (bei dem ich mich an dieser Stelle nochmals für das Essen bedanke) oder Daniele “Dani” Bersaglio (auch ihm ein Dankeschön für die Kinokarte)
Zum Ende noch ein Zitat von Friedrich Hebel
“Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgendeinem gefällt er.”
Kurz und knackig… 17/05/2009
Posted by schickle in Sonstiges.Tags: arbeiten
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… das Zitat was auf mich heute voll und ganz zutraf (Franz wird schon irgendwie klappen
):
“Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eingetlich viel zu tun hätte.” (Noel Coward, englischer Schauspieler)
Schwäbischer Plan !?! 15/05/2009
Posted by schickle in Sonstiges, Sport.Tags: Klinsi, Meister, Trappatoni
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Es ist mal wieder so weit. Die Bundesligasaison geht der Zielgeraden zu. Spannung pur, bis zum letzten Spieltag – oben wie unten. Schade, der KSC wird wohl absteigen *wein*. Was mich als Tiefroten (sportlich [und auch politsch!?!]) aber mehr interessiert ist der Kampf um die Schale. Die Wölfe, mit ihrem scheidenden Trainer Margot, äh Magath, die Bazis, ohne Klinsmann dafür mit Podolski, die Alte Dame Hertha, mit äh ja mit wem eigentlich? und die Rote Macht vom Neckar, mit Torero Mario Gomez, streiten sich ja bekanntlichermaßen um die Salatschüssel.
Schade, dass in München jetzt Don Jupp regiert. Mit Klinsi ist es doch viel besser gelaufen – für die Konkurrenz versteht sich. Das dumpfe Gefühl, dass Bayern in dieser Saison lediglich einmal an Platz 1 stehen wird (nämlich nach Spieltag 34) beschleicht einen immer wieder im (Alp-)Traum. Doch ist es besser wenn der scheidende Trainer Magath den VW-lern den Titel beschert? Oder die Hertha, die irgendwie unauffällig ist, aber eine klasse Saison spielt? Natürlich nicht. Bleibt also noch die Mannschaft um die vieldiskutierten Personalien Babbel, Lehmann und Gomez. Die haben ja schon vor 2 Jahren bewiesen, dass sie das Zeug zum Meister haben. Auch damals hieß der Gegner im letzten Heimspiel Energie Cottbus. Zufall oder Schicksal? Man weiß es nicht so recht… Ebenso wenig, wie man weiß, wer denn nun der Topkandidat auf den Titel ist. Spitzenreiter Wolfsburg, der Müncher Serienmeister, die Überraschungs-Berliner oder doch die Aschenputtel-Stuttgarter? Eines weiß man aber, es war clever den Schwaben Klinsmann in München zu installieren. Es konnte ja nur scheitern… (ein Lob an den Ministerpräsidenten, oder wer da auch immer dran beteligt war
)
Egal wer es am Ende wird, hauptsache es ist nicht Bayern (Klinsi muss ja seine Mission erfüllen), diese letzten beiden Spieltag bieten Hochspannung pur.
Lassen wir in diesem Sinne am Ende den Großmeister Giovanni Trappatoni das Schlusswort sprechen:
