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This is the last Goodbye 26/05/2011

Posted by schickle in Allgemein.
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‘Voilá, c’est tout!’
Was einst für den kleinen Prinzen nach dem Verlassen seines Planeten galt, gilt nun auch für mich bezüglich Australien.

Momentan tue ich mir ein bisschen schwer, die richtigen Worte zu finden – ja, auch das soll ab und an vorkommen…

Deshalb sage ich einfach nur “DANKE”!

Danke an Australien für eine verdammt geile Zeit!
Danke an all die Leute die ich kennenlernen durfte!

Was ich auch noch loswerden muss:

Man kann in ein noch so geiles Land gehen und geile Leute treffen. Alles schön und gut, aber ohne Unterstützung geht relativ wenig! Deshalb danke an euch alle daheim!!! Jeder von euch weiß selbst, wie viel er dazu beigetragen hat, wenn nicht, dann steht das Angebot mit der Tasse Tee während dem Skydive Video immer noch :)

Auch ist in den 7 Monaten viel Geld draufgegangen, doch sind es nicht immer die Dinge, für die man das Meiste Geld ausgibt, die einen am Meisten erfreuen.
So war es für mich ein Leichtes immer mal wieder ein paar Zeilchen zu verfassen. Überwältigend wird es dann, wenn man solch positive Reaktionen erhält, wie ich in der letzten Zeit. Es ist mit das Schönste im Leben, den Leuten um sich herum mit geringen Mitteln ein Lächeln auf die Lippen zaubern zu können!!!

Nun aber genug, da mir heute wirklich einmal die Worte fehlen!
Bald grüßt die Heimat wieder, bis dann!

Tim. OUT!

“On ne voit bien qu’avec le coeur. L’essentielle est invisible pour les yeux! “

My dream is to fly… 24/05/2011

Posted by schickle in Australia.
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… over the rainbow so high!

Geflogen bin ich, nen Regenbogen hatte ich 2 Tage vorher gesehen und obendrauf habe ich auch noch Strömungen und kleine Wasserfälle bezwungen – Leute, was sich von Samstag bis Montag abgespielt hat, war der absolute Wahnsinn und beinhalteten vor allem 2 Dinge: wunderschöne Landschaften und übermäßig Adrenalin!

Der komplette Samstag war dem Regenwald, sowie den ‘Tablelands’ rund um Cairns gewidmet. Mit einem überragenden Tourguide vergingen die 12 Stunden (!) richtig richtig zügig und spaßig vorbei!
Eines der 1. Highlights war dann die ‘Rockslide’

Während manch einer mit der hinlänglich bekannten Variante (auf dem Hosenboden) runterrutschte, gab ich dann die ‘Spinning Turtle’. Der Schick die ganze Zeit mit seinen ganzen englischen Ausdrücken, was heißt denn nun bitte ‘Spinning Turtle’? Is ganz einfach: Auf dem Rücken liegen, Beine an sich ranziehen und dann gedreht werden und schon haben wir die ‘Spinning Turtle’.

Nachdem ‘Mister Lunch’ und herrvorragend bekocht hatte, ging es zu ‘Millaa Millaa’. Hinlänglich bekannt durch den ein oder anderen Shampoo-Hersteller. Zufällig war auch mit uns zum gleichen Zeitpunkt eines der Models anwesend:

Aber Spaß beiseite, der Wasserfall – überragend! Check it!

Nach einer kleinen Vorbereitung auf den Skydive ging es dann noch aus 5 Metern von einem Baum runter, um nach der Tour Party zu machen und dann für 2 Stunden in die Heia zu gehen.

Sonntag, 6.40 Uhr Treffpunkt. Der ganze Bus wartet nur auf eine Person: Tim Schick! Wer jetzt denkt ‘ah der Schick, war er voll und hat’s verplant’ – nix da! Ich war sogar 20 Minuten früher am Treffpunkt, war aber nur am falschen Ort. Kurz bevor der Busfahrer dann losfahren wollte, hatte ich es dann aber doch noch geschafft! Nach einer solchen Anstrengung folgt natürlich erst mal ein Nickerchen, um gestärkt ins Raften zu gehen. Zusammen mit Shaun aus Nordirland ging es in die 1. Reihe, um gleich beim 1. Wasserfall tauchen zu gehen!

Kurz danach war ich dann an der Reihe, es sollte aber der einzige unfreiwillige Kentervorgang sein. Wie schon am Vortag war ich wieder auf den Skydive fokusiert, sodass ich dieses mal von einem Felsen aus 5 Meter in die nasse Tiefe sprang. Auch das habe ich überlebt, sodass es noch ein abschließendes Gruppenfoto geben konnte:

Nachdem auch dieser ereignisreiche Tag zu Ende war, ging es bis 3 Uhr nachts Premier League schauen, wobei ich 3/4 des Spiels aufgrund schlechter Sicht (meine Augenlieder brauchten eine Pause) verpasste…

Nur wenige Stunden später ging es dann zum letzten Akt! Skydive, BABY!

Um die Spannung ein bisschen hochzuhalten werde ich mein Video nicht hochladen, kommt mich zu Hause besuchen, dann gibts bei ner Tasse Tee (:D) den Kurzfilm :)

Ich hab immer noch einigermaßen Probleme, das Ganze in Worte zu fassen! Aber es war wirklich ein verdammt geiles Gefühl. Bisschen Bammel hatte ich natürlich, sobald ich aber aus dem Flugzeug draußen war (als letzter der Gruppe, überragend!), setzte mein Gehirn aus und ich genoß einfach die sich mir bietende Aussicht. Ich dachte ja schon Tauchen sei überragend (ist es auch, da man sich wie ein Fisch fühlt), aber beim Falschirmspringen fühlt man sich wie ein Vogel! That’s freedom!

Doch genug der Worte, ein paar Bilderchen hab ich dann doch noch:

Nach so viel Adrenalin haben wir uns alle jetzt eine Pause verdient – ihr im Geschäft, der Schule, im Ausland oder auch sonst wo, ich bei meiner Organisation, um genug Energie für meine vorletzte Nacht in Australien zu sammeln!

Und zur Abwechslung gibt es auch wieder einmal ein Zitat zum Abschluss, dieses Mal von Ron Kritzfeld, der zum Thema Abenteuer richtig anmerkte:

“Abenteuer = manchmal nur ein teurer Abend.”

Zwischen Leid und grosser Freude 19/05/2011

Posted by schickle in Australia, Sport.
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Es ist einige Zeit ins Land gezogen, seitdem ich mich das letzte mal “online” zu Wort gemeldet habe. Hol ich dann jetzt nach!

Nunja, ich hatte schon bessere Zeiten!

Mein Flug von Broome nach Cairns war schoen, aber auch sehr lang. Wuerde man “im Uhrzeigersinn” fliegen, wuerde das Ganze keine 15 Stunden dauern, wie bei mir. Man kann ja auch mal gegen den Uhrzeigersinn ueber Perth (6 Stunden Aufenthalt am Flughafen) und Brisbane (1 Stunde Aufenthalt) nach Broome fliegen – als rechter Schwabe spart man eben wo man kann!

Gestern wollte ich mich aus dem Flugzeug werfen! Klingt jetzt hochdramatisch, hat aber weniger mit Depressionen als mit dem ultimativen Adrenalinkick zu tun! Skydiven war angesagt, zumindest zunaechst – der Skydive wurde vom Winde verweht :( Naechste Moeglichkeit: Montag!

Heute war Tauchen im Reef angesagt, was bis gestern noch in den Sternen stand… Der Veranstalter, mit dem ich urspruenglich gebucht habe, hat sein Boot VERkauft und kein neues GEkauft. Dank meiner herrvorragenden Reiseplanerin in Sydney habe ich dann fuer heute doch noch ein Boot gefunden.
Schlechtes Timing ist es dann aber, wenn man sich mehr oder weniger ueber Nacht eine Erkaeltung einfaengt… Nichtsdestotrotz hatte ich es versucht, konnte aber den Druck nicht ausgleichen. Waehrend andere also tauchen oder schnorcheln waren, lag ich auf den Sitzen und habe gepennt – war aufregend!

Doch wer mich kennt, weiss dass ich niemals negativ denken wuerde – solche Dinge passieren eben manchmal im Leben.

Um den Blog dann auch positiv zu beenden, unternehmen wir nun gemeinsam eine kleine Zeitreise. Es geht auf den Tag genau 4 Jahre zurueck:

Wir schreiben den 19.05.2007. Das Wetter ist herrlich, seit einer Woche herrscht in und um Stuttgart herum ganz grosse Anspannung! Warum? Unser VfB kann nach 15 Jahren wieder Deutscher Fussballmeister werden! Als einer von 25.000 gluecklichen Leuten, muss ich mir aufgrund meiner Dauerkarte keine Gedanken machen, noch kostenguenstig an eine Karte fuer den letzten Spieltag heranzukommen.
Ansonsten eher allein unterwegs, werde ich heute in der Bahn von Schnitzelberti, Harald, Mama Birgit, Fussballlegende Sven Peuckert und Tim “dem Blitz von Hoefingen” Peuckert begleitet – und dazu gezwungen 2 Stationen frueher auszusteigen als sonst! Auf dem Weg zum Stadion male ich schon Horrorszenarien an die Wand! Eine halbjaehrliche Routine macht man schliesslich nicht einfach so kaputt! Die Stimmung rund ums Gottlieb-Daimler-Stadion ist geladen, jeder ist gespannt und erwartet den Titel.
Als Sergiu Radu dann das 0:1 erzielt, sind sich die Schwaben (typischerweise) sicher, dass das Team die Meisterschaft wie einst Schalke noch grandios vergeigt und der Druck ja sowieso zu Gross ist fuer dieses junge Team.
Nach 27. Minuten heisst es dann Eckball fuer den VfB. Der Ball kommt an die Strafraumgrenze, im 1. Moment fraegt sich jeder: Was wird das?

Oder wie ein SWR Reporter sagen wird:
“Hitlsperger! Und das Stadion hebt ab!”

In diesem Moment entladen sich Glueckshormone in 10000 Scharen, der Titel waere nun wieder in unserer Hand und sowieso wussten wir ja immer, dass die Mannschaft zurueck kommt (zumindest meine Nebensitzer; ich laechle Still in mich hinein, wohlwissend, dass ich die ganze Zeit an den Sieg geglaubt habe).
Der Sieg kommt dann auch. Nach 63 Minuten flankt Antonio da Silva dann Ball in den 16-er, wo Sami Khedira perfekt zum 2:1 einnickt. Die restlichen Minuten sind Freude und Party pur, die Stimmung erreicht aber nach Schlusspfiff ihren Hoehepunkt. Wildfremde Menschen liegen sich in den Armen, einige haben Traenen in den Augen.
Wessen Augen trocken geblieben sind, muss spaetestens bei Timo Hildebrands Abschiedsrede (diesesmal sogar NICHT abgelesen!) ein paar kleine Traenchen verdruecken.

Was bleibt ist Freude pur und ein Tag, den kein VfB Fan jemals vergessen wird!!!

P.S.: In einer Woche steht mein Heimflug an!
P.P.S.: In einer Woche vor 4 Jahren verliert der VfB in einem dramatischen Pokalfinale 2:3 n.V. gegen den 1. FC Nuernberg – eines wissen wir aber alle: “D’r Clubb isch a Depp!”

Die Geschichte von ellenlangen Autofahrten, meiner Kussphobie und brenzligen Situationen – Tag 17 bis 25 14/05/2011

Posted by schickle in Australia.
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Tag 17 – „A beer that she misses it!“

Der vielleicht spannendste Tag ist Tag 17: Den ganzen Tag hocken wir im Auto, um die Strecke von Exmouth nach Tom Price, die gute 650 Kilometer beträgt zurückzulegen. Spannend wird es lediglich dann, wenn Special B fährt. Rasante Bremsmanöver sind an der Tagesordnung, so dass ich mich mit Miss Mc Donalds auf eine Wette einlasse:

Um ein Bier wette ich, dass Special B die entscheidende Abzweigung verpasst – tut sie aber nicht.

Tag 18 – „The last man standing“

Für die nächsten beiden Tage geht es in einen der schönsten Nationalparks Australien, dem „Karanjini Nationalpark“. Atemberaubende Schluchten, Wasserfälle und Wandermöglichkeiten ermöglichen uns, trotz medium gutem Wetters, 2 richtig schöne Tage.

Getrübt wird die Stimmung kurzzeitig, als sich Colin aufeinmal auf dem Hosenboden wiederfindet. Kurz nach dieser Aufnahme:

wird ihm der rutschige Boden zum Verhängnis. Während er und ich auch heute noch felsenfest der Überzeugung sind, dass Lina den armen Bub in ihrer Boshaftigkeit geschuckt hat, dementiere die Mädels das bis heute und meinen Colin sei von selbst hingeflogen. Aber welcher Kerl macht sowas? Riecht klar nach „Gallieo Mystery“!

Tag 19 – „Do you want the pasta over your head?“

Am frühen Morgen überraschen die Mädels mit neuen „schwedischen“ Fotos. Voller Elan geht es zum „Oxter Lookout“, um danach auf Wanderung zu gehen. Lizzy, die am Vortag schon mit Spinnen und Schlangen zu kämpfen hatte, entscheidet sich auf halbem Wege umzudrehen. So verpasst sie den 1. Wandertrack, in dem ich ein neues zu Hause finde:

Die Schlucht, die wir jedoch danach erkunden ist schlicht und weg atemberaubend!

Zurück am Auto treffen wir eine leicht angepisste Lizzy, sodass wir schnell die Weiterfahrt antreten…

Während einer kurzen Pinkelpause werde ich das nächste Opfer von Lina! Meine Idee, einen Müsliriegel à la „Susi & Strolchi“ zu teilen, wird zum Alptraum! Zum einen schnappt sie mir mit ihrem Mund den ganzen Riegel weg, während sie mich dann auch noch mit einem rottweilerartigen Biss in die Lippe beißt! Küssen wird nie mehr so sein, wie es vorher war … !

Beim Abendessen kommen dann weitere Gewitterwolken auf:
Nach 2 wirklich harmlosen Kommentaren von Colin und mir geht Lizzy durch die Decke und ist kurz davor, Colin die Käse-Schinken Macaroni über den Kopf zu leeren – passiert aber dann doch nicht und so geht man mehr oder weniger glücklich ins Bett.

Tag 20 – „Like kids!“

Die Geschichte des Tages ist schnell erzählt, besteht sie doch aus Herumfahren (während der Fahrt trage auch ich meine Teil zum „schwedischen Kalender“ bei…). In Port Hedland wird schnell gestoppt, um das Internet zu checken, zu essen (Chicken Treat! Delicous! Not!) und zu duschen, bevor wir auf einem Rastplatz unser Lager aufschlagen. Kaum angekommen entwickelt sich eine wilde Wasserschlacht zwischen Colin und Special B, die der Rotschopf knapp für sich entscheidet!

Später am Abend werden wir von wilden Grashoppern attackiert, erstmals ärgere ich mich, Pikachu zu Hause gelassen zu haben.

Tag 21 – „We are in Broome!“

Bevor es jedoch so weit ist, geht es noch zum „80 Mile Beach“, an dem Colin plötzlich Hunger bekommt:

Da das ganze unfritiert aber nicht so köstlich ist, lässt er doch seine Finger davon und begnügt sich (wie fast täglich) mit einem Thunfischsandwich.

Nach der Ankunft in Broome geht es dann in die ortsansäßige Brauerei, bevor es zum Partymachen geht.

Mit einer überragenden Partnerin gewinne auch ich mal im Pool und zusammen mit Lina läuten wir die Ära des „Dreamteams“ ein

Tag 22 – „We are the dreamteam!“

Was hilft gegen einen Kater am Morgen? Richtig, Schwimmen im Ozean, gesagt getan, bevor es dann zum Frühstücken geht.

Nach einem eher unspektakulären Mittag, geht es Nachmittags zu den „Dinsoraur Footprints“, wo weitere Bilder für den Kalender geschossen werden, was wie folgt aussieht (natürlich ohne Kleidung…):

Nach einer Dusche sind alle Partykrieger auch wieder bereit steil zu gehen, das Dreamteam räumt beim Billard einmal mehr dreckig ab! Colin & ich haben auch ohne Billard unseren Spaß:

Tag 23 – „What are Oysters Kilpatrick?“

Der Tag beginnt wie am Tage zuvor auch, ähnlich ereignisarm (abgesehen davon, dass Special B neue Reisekumpels findet) verläuft auch der Nachmittag.

Gegen Spätnachmittag geht es dann in ein Hotel, da dieses günstige „Prwans & Oysters“ anbietet. Vor allem „Oysters Kilpatrick“ klingt verlockend und ist im Grunde Austern mit Barbecue Sauce und Bacon – typisch Aussie, geschmeckt hat es trotzdem!

Tag 24 – „Let’s go to the cinema!“

Was soll ich sagen, morgens und nachmittags ist bis auf Strand nicht viel los, Broome bietet mehr Gelegenheiten, um gegen Abend aktiv zu werden.

So beschließen wir ins älteste Open-Air Kino der Welt zu gehen:

Der Film, „Rio“, ist ganz nett anzuschauen, so ein Open Air Kino hat auch ein geiles Flair. Richtig krass wird es dann, wenn du mitten im Film nichts mehr verstehen kannst, weil über dir ein Flugzeug gen Himmel entschwebt!

Zum Abschluss unseres Trips geht es nochmal ins „Roey’s“, wo das Dreamteam einen herben Dämpfer erlebt und nach 2 Stößen die Partie schon verliert. Such is life, Spaß hat es trotzdem gemacht :)

Tag 25 – „I hate saying ‘Goodbye’“

Letzter Tag, große Abschiede. Als erstes verlässt Special B die Gruppe, um per neuem Roadtrip bis nach Darwin zu gelangen. Also ist es an uns 4en den Van zu säubern – aufgrund der letzten 25 Tage mit jeder Menge Sand und Schlamm fast schon eine Herkules Aufgabe. Jedoch tun sich vor allem Colin & ich als herrvoragende Putzkräfte hervor, so dass wir in Windeseile fertig sind.

Da die beiden Ikea-Mädels am Abend gen Sydney weiterziehen, geht es mittags ein letztes Mal an den Strand, bevor geduscht und gegessen wird. Gegen 17.30 Uhr heißt es dann endgültig Abschied nehmen. 3,5 bockstarke, saulustige und affentittengeile Wochen gehen zu Ende.

Wie die Geschichte weitergeht? Colin und ich waren bis heute in Broome, er zieht nach Darwin weiter, ich habe den besten Flug meines Lebens nach Cairns (was aber eine andere Geschichte ist).

Die Geschichte vom Roadtrip endet also hier, danke für das Interesse, dass so zahlreich an meinen Berichten gezeigt wurde! Ihr seid fast so gut, wie ich schreibe ;)

Zum endgütligen Abschluss gibt es auch mal wieder einen schlauen Satz, der unser aller Leben schöner machen könnte:

„Start each day with a smile … then pass it on!“

Warum einem nervige Stimmen auf den Magen schlagen können und ein Handtuch mehr wert als Parkettboden hat – Tag 9 bis Tag 16 13/05/2011

Posted by schickle in Australia.
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Tag 9 – „Bite my nuts and call me Skippy!“

Um die Delphinfütterung in Monkey Mia miterleben zu können, geht es heute Morgen richtig früh raus. Die Fütterung an sich ist ganz nett, wir sehen auch einige Delphine, einzig es sind zu viele Touristen vor Ort! In solchen Situationen würde man sich gerne 20 Jahre zurückbeamen können, aber geht ja nicht…

Nach einer Siesta am Strand geht es abends wieder zurück ins Industriegebiet. Aus dem Nichts bekommen wir dann plötzlich Nachbarn – und was für welche! Mit einem riesigen Truck fahren die beiden vor. Das allein ist schon beeindruckend, es geht aber noch besser:

Das Innenleben ist mit einer Harley, unzähligen Autogrammen (Sharon Stone, Elvis, Angus Young…), einer eigenen Bar und einem riesigen Flachbildschirm geschmückt.

Aus versehen verschütte ich ein bisschen Wein auf den Parkettboden und wische es dann mit dem nächstbesten Handtuch auf – was den Besitzer wohl überrascht:

„What happend?“ „I spilled some wine and clean it now, sorry for that!“ „Shit happens. But why with my good towel?“

Und was lernen wir daraus? Selbst wenn man Geld wie Heu hat, können einem die kleinen Dinge des Lebens noch wichtig sein ;)

Tag 10 – „Lest we forget!“

Trotz des feuchtfröhlichen Vorabends geht es wieder früh raus, denn ist ANZAC Day. An diesem Tag (immer am 25. April, da dort die Australier im 1. Weltkrieg in der Türkei landeten) gedenken die Aussies all ihren Kriegern. Den „Morningservice“ in Denham verpassen wir leider, den „Middayservice“ sehen wir dann in Canarvon. Das ist schon eine beeindruckende Sache:

In jeder Stadt in Australien wird der ANZAC Day zelebriert. Es gibt eine Parade zum Kriegsdenkmal (die es hier auch wirklich im letzten Dorf gibt!), dann werden Reden gehalten und an die gefallenen Soldaten erinnernt. Das Ganze ist in der australischen Kultur fest verankert und ist auch fester Bestandteil des australischen Charakters…

Ansonsten passiert nicht so viel, es gibt endlich mal deutsches Bier (Löwenbräu) und wir erkunden das Städtchen ein bisschen, was uns zum „One Mile Jetty“ führt:

Tag 11 – „You are mean!“

Nach einem herrlichen Morgenbad im Ozean, geht es zu den „Blowholes“. Klingt komisch, ist aber sehr schön anzuschauen:

Am anliegenden Strand gibt es dann „Prawns“ – meine Premiere. Entsprechend tollpatschig stelle ich mich beim ‘schälen’ der Dinger dann auch an. Nichts desto trotz schmeckt es herrlich :)

Zurück in der Stadt gibt es erst mal – natürlich – Bier. Auf dem Parkplatz werde ich dann Opfer einer Attacke von Lina, die mich ohne Grund in den Arsch tritt – im Nachhinein hätte mir hier ein Licht aufgehen sollen, tat es aber nicht und so wurden wir (namentlich Colin & Tim) Opfer weiterer Attacken.

Die Nacht verbringen wir auf einer Dirtroad. Schlechtes Timing ist dabei, dass es in der Nacht zu schütten anfängt und wir am Morgen eine schöne Überraschung bekommen…

Tag 12 – „What a good dryer!“

Nunja, am Morgen stecken wir dann knöcheltief im Schlamm:

Noch besser trifft es sich, dass Special Bs, Redheads und mein Gepäck die Nacht über an frischer Luft war und somit nun dreckig und durchnässt ist.

Zum Glück gibt es aber Waschmaschinen und Trockner. Was ersteres betrifft, kann ich nicht klagen, jedoch bereitet mir der Trockner ernsthafte Sorgen:

Mit 5 Dollar sowieso schon überteuert, gibt der erste nach dem Münzenschlucken seinen Dienst auf, während der 2. sich mitten im Trockengang öffnet. Also braucht es eine 3. Münzladung bis meine Wäsche dann endlich trocken ist – sind ja auch nur schlappe 15 Dollar!

Nachdem also der halbe Tag für Trocknen draufging, verlassen wir Carnarvon Richtung Coral Bay, müssen jedoch aufgrund beginnender Dunkelheit in einer „rest area“ übernachten.

Tag 13 – „We have a pool table at home.“

Manchmal sollte man lieber seine Klappe halten. Da das aber noch nie mein Fall war, gebe ich vor unserer 1. Billardpartie preis, in der Heimat einen Billardtisch im Wohnzimmer stehen zu haben. Hätte ich es mal lieber gelassen, denn mein Spiel ist noch schlimmer als das meiner Schwester!

Abe Coral Bay hat auch seine schönen Seiten, die da wären ein wunderschöner Strand, kristallklares Wasser und guten Sand um Sandburgen zu bauen :)

Vor allem die Sandburg hat es mir angetan und ich freue mich wie ein kleines Kind, als ich einen Tunnel in meiner Burg installieren kann, was meine Mitreisenden nicht ganz verstehen können…

Tag 14 – „This is a shitload of money!“

Und schon sind wir in einer neuen Stadt: Exmouth. Vor allem bekannt, da man hier wunderschöne Tauchspots hat, sowie mit Walhaien schwimmen kann. Dass das nicht unbedingt billig ist, war uns von Anfang an klar, der Preis von 340 Dollar schockt dann jedoch erst einmal. Nach langem hin- und her zahlen wir aber alle den Preis, wohingegen das vorherige Aufladen unserer Handys, Kameras, etc. für läppische 2 Dollar im Vistorcenter wie ein Schnäppchen erscheint.

Um uns zu erholen geht es mal wieder an den Strand.

Tag 15 – „A took a photo, because I’m a good mate!“

Wieder mal geht es früh raus, am Treffpunkt empfängt uns ein blendend aufgelegter Tourguide, während uns an Board die nervige (weil pipsig und hoch) Stimme von Tina aus Belgien begrüßt. Kein Wunder also, dass es mir schlecht wird, noch bevor wir den ersten Walhai sehen. Geht aber alles gut – für den Moment – und ich genieße das Schwimmen mit diesem 6 Meter Viech:

Nach der Grenzerfahrung, wenn solch ein Teil direkt auf einen zuschwimmt, ist es aber endgültig um mich geschehen und ich übe mich mal wieder in Fischfütterung. Zum Glück gibt es Colin, der als aufrichtiger und guter Kumpel ein paar Fotos schießt (ich nehme mal das harmloseste) :

Nachdem das Schwimmen mit dem Koloss nach 1 guten Stunde vorbei ist, steht am Nachmittag ein Tauchgang an, wobei unsere Erwartungen auf Tigerhaie und ähnliches zu treffen nicht erfüllt werden.

Einen weiteren schönen Sonnenuntergang gibt es am Surferbeach

bevor es zum Party machen mit der Tagesgruppe geht:

Gerüchten zu Folge soll der eine oder die andere gegen Ende nicht mehr auf der Höhe gewesen sein, ich als Fahrer habe damit jedoch nichts zu tun.

Tag 16 – „I’ve seen 3 sharks!“

Mit müden Partykriegern im Gepäck geht es heute in den „Cape Range Nationnalpark“ um ein bisschen zu schnorcheln. Zunächst geht es zum „Oyster “. Faszinierend, was sich hier unter Wasser abspielt. Unglaublich viele farbenfrohe Fische, Korallen und auch Seesterne. Das absolute Highlight ist jedoch mein Treffen mit Terry:

Ein bisschen weiter, in „Turquoise Bay“ gibt es dann auch Hai zu sehen. Glücklicherweise besitzen wir immer noch all unsere Hände, Finger, Füße, Zehen usw – wobei die Haie eher weniger angsteinflößend sind:

Nach einem herrvorragenden Tag, an dem ich auch von Dortmunds Meisterschaft (kann mir jemand von Herrn Bertets Gefühlszustand berichten???) erfahre, geht es glücklich in die Haia.

Glücklich bin ich auch jetzt, da 2/3 meines Reiseberichts vollbracht sind. Natürlich freut auch ihr euch, da es jetzt nur noch 1 Artikel gibt und ich dann hoffentlich nicht mehr mit so Dingen wie atemberaubenden Wanderungen, einem extrem alten Kino oder Tollwut um mich schmeiße.

The story of the battery, Hutt River and pressure – or the first 8 days 12/05/2011

Posted by schickle in Australia.
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Nachdem ich in den beiden vorangegangenen Artikeln alles wissenswerte über Mitreisende, „Tribal Girl“ und die wichtigen Dinge eines Roadtrips beschrieben habe, widme ich mich nun endgültig meiner Materie: dem Geschichtenerzählen. ALLES zu erzählen wäre zum einen nicht jugendfrei ;) und würde zum anderen den Rahmen definitiv sprengen. Deshalb erzähle ich tagebuchartig nur von den Highlights des Tages und garniere die langweiligen Texte mit ein paar Bildern. Schnallt euch an, cremt euch ein und habt ausreichend Wasser parat, den der Trip startet … jetzt!

Tag 1 – „Where are you heading to?“ „North!?!“

Nach einer feuchtfröhlichen Nacht treffen wir uns am nächsten Morgen, um unser Tribal Girl in Empfang zu nehmen. Tagesziel sind die Pinnacles, auf dem Weg dorthin scheint nicht jeder auf der Höhe des Geschehens zu sein:


Die Pinnacles sind eine Mischung aus Sand- und Steinfiguren, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben. Typisch Schwedinnen entsteht dieser Schnappschuss bei einer der Figuren:

Tag 2 – „Work bitch!“

Natürlich sind mit diesem Satz nicht die Mädels bezüglich des Abwasches gemeint – der ist nämlich Männersache:


Vielmehr ist dieser Satz an die Autobatterie gerichtet, die nur dann arbeiten will, wenn sie Lust dazu hat! Aktionmäßig hält dieser Tag eher weniger bereit, dennoch haben wir einen schönen Strandspaziergang in Jurien Bay und schlagen unsere Zelte in Dongara auf:


Wobei Zelte gelogen ist. Im Grunde gibt es nur 1 „1-Mann-Zelt“, so dass ich mit 3 Mädels im Auto schlafe – heiß und kuschlig!

Tag 3 – „Free Sandboarding!“

Auf dem Weg nach Geraldton geht es am „Elendale Pool“ vorbei:

Trotz des folgenden Schildes:


stürzen sich Colin und ich ins Wasser – und leben immer noch :)

Im Infocenter von Geraldton liest Special B dann etwas von wegen „free sandboarding“ – jedoch braucht man sein eigenes Board, wie wir vor Ort feststellen. Also machen wir uns nochmal auf den Weg um einen der berühmten „leaning trees“ zu besichtigen:


Der Weg zurück ist dann Chefsache und führt uns zu einem Denkmal, von welchem aus wir den Sonnenuntergang betrachten.

Tag 4 – „I wwww…. wassss derrrr… driving“

Nach einem unspektakulären Vormittag, der bei Hungry Jacks (= Burger King) endete (ausgewogene Ernährung ist überbewertet!), geht es endlich mal an den Strand. Dort kommt auf einmal ein junger dunkelhäutiger Mann auf mich zu, der sehr aufgeregt zu sein scheint. Verstehen kann ich so gut wie kein Wort, kapiere aber, dass etwas mit seinem Auto schiefgelaufen ist. Am Auto selbst sehe ich das Desaster: Der gute hatte Cola über seine Gangschaltung gekippt – Shit happens…

Aufgrund des verheißungsvollen Namens gibt es den Sonnenuntergang diesmal vom „Sunset Beach“ aus:


Tag 5 – „Welcome to Hutt River!“

Hutt River heißt das heutige Tagesziel, bedeutet aber auch Ausreise aus Australien, Einreise ins Fürstentum. Nein, kein Scheiß! Prinz Leopold, der uns empfing und rumführte, war vor 41 Jahren über die zu hohe Weizensteuer so erbost, dass er eine Lücke in der Verfassung fand und sein eigenes Fürstemtum gründete (www.huttriver.net)!

Nachdem auch unsere Pässe ordnungsgemäß gestempelt waren, ging es weiter nach Kalbarri. Auf dem Weg dorthin geht es am „Shell Beach“ vorbei, wo die beiden Schwedinnen zum 1. Mal blank ziehen (was auf Kamera festgehalten ist) und somit einen Trend auslösen…

Tag 6 – „Never trust frensh people concerning pasta!“

Auf dem Tagesprogramm steht der ortsansäßige Nationalpark. Aufgrund unseres „Two-Wheel-Drives“ ist die Fahrt auf der Dirtroad sehr ermüdend. Wie tags zuvor gen Hutt River geht es mit durchschnittlich 15 km/h auf die anstehenden 30 Kilometer. Zum Glück haben wir aber unsere CD, mit Klassehits wie „Grenade“ (Bruno Mars), „Firework“ (Katty Perry) & „She said“ (Plan B), die nach 3 maligem Hören schon stark an unseren (Colins und meinen) Nerven zehrt.

Dennoch bietet sich uns einmal mehr eine wunderschöne Landschaft:


Einigermaßen hungrig, machen wir uns abends an das Projekt „Pasta“. Der Gaskocher will das Wasser jedoch nicht so recht erhitzen, wir verlieren bald die Nerven und schmeißen die Pasta einfach ins Wasser. Nachdem die Mädels überzeugt sind, die Nudeln seien fertig (sind sie aber nicht, da sie extrem teigig schmecken) holen wir uns einen unparteiischen Richter. Leider kommt dieser aus Frankreich und hat von Pasta nicht so viel Ahnung…

Tag 7 – „I hate to things: Minigolf and Bowling!“

Es ist Minigolf-Time. Endlich mal wieder. Zumindest wir Buben haben unseren Spaß, bei Special B hält sich dieser eher in Grenzen (ist auch schwierig aus 1 m so ein kleines Loch zu treffen…). Am Ende verliere ich um einen Punkt, was auch an meiner Spieltechnik gelegen haben könnte:


Nach dieser sportlichen Betätigung geht es nach Denham weiter, wo wir erstmals auf dem gesamten Trip kein Bier kaufen können. Entsprechend schlecht ist die Stimmung in der Nacht ;)

Tag 8 – „This guy is a legend under pressure!“

Richtig spannend beginnt dieser Tag mit Wasser auffüllen und Wäsche machen. Selbst außergewöhnliche Einblicke können Lizzy nur schwer aufheitern:


Den Mittag verbringen wir an der „Little Lagoon“ um ein bisschen etwas für unsere Bräune zu tun. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch endlich wieder genügend Bier im Esky (=Kühlbox) :)

Gegen Abend chillen wir ein bisschen am Wasser im Stadtzentrum und haben auch das ein oder andere Kaltgetränk…

Da trifft es sich schlecht, dass wir auf dem Weg zum Schlafplatz (dem Industriegebiet) von der Polizei angehalten werden. Pfiffig wie ich bin, signalisiere ich meinen Mitreisenden, von nun an für die Dauer der Kontrolle zu schlafen, Colin meistert die Situation jedoch hervorragend!

So, das waren sie, die ersten 8 Tage unserer Truppe. Wessen Erwartungen sich bereits erfüllt haben, kann froh sein, denn besser wird es nicht mehr ;) Wer jetzt schon enttäuscht ist, liest am Besten gar nicht weiter, wenn es um teures Übergeben, gemeine Mädels oder spezielle Nachbarn geht!

How to get the party started 11/05/2011

Posted by schickle in Australia.
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Nachdem man also die richtige Mischung von Leuten vereinen muss, um das Fundament für einen gelungenen Roadtrip zu legen, benötigt es noch einiger Dinge mehr. Der heutige Artikel soll eben jene kleinen und großen Dinge beschreiben, die einem das Leben auf und neben der Straße erleichtern.

Um solch eine große Strecke, wie eben jene von Perth nach Broome zurückzulegen braucht man natürlich ein Auto. Sollte man kein eigenes haben, so geht man einfach zu einer (der schier unendlichen) Mietfirmen und mietet sich eines. Bei der bekanntesten und billigsten (man ist ja schließlich Backpacker und/oder Schwabe!) Firma, Wicked Campervans, bekamen wir das im obrigen Bild zu sehende Vehicle. Das Markenzeichen eines jeden Wicked-Vans ist ein markiger Spruch unter der Heckscheibe:

Ist man also im Besitz eines fahrbahren Untersatzes, kann man hinfahren, wo immer man will – zumindest theoretisch! Einen großen Unterschied macht nämlich die Tatsache, dass es „2-Wheel-Drive“ und „4-Wheel-Drive“ Autos gibt. Nun mag sich so mancher wie auch Special B fragen: „4-Wheel-Drive? What is the difference between that and our car? We have 4 wheels as well!“. Das ein Auto 4 Reifen hat, ist ohne jede Frage von großem Vorteil – noch besser ist es, wenn man einen Allradantrieb („4-Wheel-Drive“) besitzt. Da das aber in gewissen Situationen doch sehr langweilig wäre (ich verweise hier schon einmal voller Vorfreude auf kommende Berichte), gaben wir uns mit einen „2-Wheel-Drive“ zufrieden (ist ja auch billiger…).

Da Wicked von vielen Backpackern genutzt wird, kommt es auch schon mal vor, dass der Van im Grunde eine lausige Rostlaube ist. Eine Rostlaube, mit der man gute als auch schlechte Momente erleben kann. Während die Batterie scheinbar nur dann lief, wenn man sie vorher mit „Work Bitch!“ (vergleichbar zu Udo Bölts „Quäl dich, du Sau!“-Apell an Jan Ullrich) angesprochen wurde, gab die Gangschaltung durchaus komische Laute von sich. Im Endeffekt brachte uns „Tribal Girl“, so der Name des Vans, dennoch sicher ans Ziel!

Der Weg ist das Ziel!“

Wer auf Reisen geht, der weiß seinen Startpunkt und seinen Zielort. Nun kann es nicht schaden, wenn man ein bisschen plant, bevor man die Straßen unsicher macht – so weit die gängige Meinung. Dass man als Backpacker durchaus mehr Spaß hat, wenn man eben mal nicht plant, wusste unsere Crew nur zu gut. Nichtsdestotrotz trafen wir uns 2 Tage vor der Abreise, um zu „planen“. Nunja, unsere Planung sah wie folgt aus:

  • Campingstühle kaufen

  • Colin ist der 1. Fahrer

  • Es muss immer ausreichend Alkohol (Bier!) vorhanden sein

  • in 25 Tagen müssen wir in Broome sein

„Go with the flow“ (= “Kein Plan ist der Beste“) hieß unser Motto und war wunderbar. Und auch schon John Lenon wusste, dass „Leben das ist, was passiert, während man eifrig dabei ist einen Plan zu machen!“.

Während wir nun also schon die Hälfte der Punkte abgehandelt haben, können Sie sich sicherlich schon ausmalen, wie viel Spaß das Ganze machte! Und glauben Sie mir, es war mindestens 10 mal besser als in Ihrer Vorstellung.

Doch weiter im Kontext:
Neben Auto und (k)einem Plan braucht man natürlich auch eine anständige Ausrüstung, denn ohne Stühle oder mit 5 Mann in einem engen Van hält sich der Spaß in Grenzen. Wicked liefert mit seinem Van auch Besteck, Topf, Pfanne, Kühlbox (für das Bier. Und nur für das Bier!), Tisch (der jedoch wohl in 5 Jahren noch zu hitzigen Diskussion führen wird, da die Mädels meinten es sei kein Tisch…) und einen Gaskocher. Man vertraut den Firmen ja, was unseren Gaskocher betraf, war das Vertrauen definitiv zu hoch! Hätte es im alten Rom Gaskocher gegeben, sie waren alle (!) besser gewesen als der unsrige. Wasser erhitzen, war eine Herkulesaufgabe und dauerte einige Stunden, was hungrige Menschen verzweifeln (und dadurch hundsmisserable Pasta zubereiten) lässt. Da das Equipment ansonsten jedoch gut war und wir von der Qualität des Gaskochers am Anfang ja keine Idee hatten, dachten wir uns ‘Das einzige was wir brauchen, sind

Wie im Bild zu sehen ist, sind diese Stühle wunderbar. Für lediglich 7 Dollar (=1 Bier im Pub) lassen sich Sonnenuntergänge, Abendessen oder auch lustige Gesprächsrunden mit einem Bier in der Hand (oder im integrierten „Beer-holder“) genießen.

Music was my first love!“

Wer kennt nicht das Gefühl, wenn man nach Feierabend mit dem Auto nach Hause fährt und ein guter Song im Radio läuft? Automatisch dreht man die Lautsprecher auf und das fahren macht doppelt so viel Spaß. So ist es auch auf einem Roadtrip. Gute Musik ist das A und O! Selbstverständlich hatten wir unsere Hausaufgaben gemacht und unsere I-Pods (wer hat heutzutage bitteschön noch ordinäre MP3-Player?) mit unzähligen guten Liedern gefüttert. Sogar einen Adapter hatten wir gekauft, um unsere I-Pods ans Radio anzuschließen. Und nun die Masterfrage: Wer machte uns einen Strich durch die Rechnung?

Richtig, der Wickedvan! Für was braucht man schließlich den Zigarettenanzünder? Also war anfangs eher mittelmäßige Radiomusik angesagt. In der 1. großen Stadt hatten wir dann die grandiose Idee eine Musik CD zu kaufen. Zumindest funktionierte der CD-Spieler, aber es wartet schon die nächste Quizfrage auf Sie:
Warum heißt es allgemein, dass man niemals seine Lieblings-CD auf einen Roadtrip mitnehmen soll?

Und wieder liegen Sie richtig! Nach einer gewissen Zeit hat man einfach keine Lust mehr auf die immer gleichen Lieder. Antifavorit war für uns Bruno Mars, der eine Granate für uns fangen würde… Grandios bist du aber dann, wenn du trotz allem in der Lage bist, neue Songtexte für deine Hasslieder zu finden. So würden wir männlichen Mitreisenden für unsere Mädels Bruno Mars hören oder uns in den Kopf schießen (das klingt jetzt ein bisschen hart, übersetzt in englisch und untermalt mit der Musik ist es aber herrlich).

 Sie haben also so eben gelesen, was es braucht um einen gelungenen Roadtrip zu starten. In den nächsten Ausgaben geht es dann um das Allerwichtigste eines Roadtrips (wer es jetzt schon errät, gewinnt 1 Bier) und die Geschichten, die solch ein Roadtrip schreibt.

Der Reise Protagonisten 10/05/2011

Posted by schickle in Australia.
2 comments

Road Trippn’ – oder wie auch schon die Red Hot Chilli Peppers sangen „it’s time to leave this town, it’s time to steal away“. Pünktlich zu unserer Themenwoche hatte ich als Chefredakteur die Chance einem solchen Roadtrip beizuwohnen. Während der 25-tägigen Reise an Australiens wunderschöner Westküste ergaben sich zwischen Perth, dem Start der Reise, und Broome, dem Endziel, einige wunderschöne Augenblicke, die es lohnt den Lesern zu präsentieren.

Bevor jedoch von Ausreisen aus Australien, gefährlichen Tierangriffen oder etwaigen Kuscheleinheiten berichtet werden kann, lohnt es sich einen Blick auf die „Truppe“ zu werfen:
Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch kein vorzeigbares Gruppenbild existiert, soll auf jedes Individuum einzeln eingegangen werden:

Sofia Falk aka Lizzy

Betrachtet man nur das Bild, ist einem sofort klar: Dieses Mädel muss aus Schweden stammen. Und so ist es. Angetreten, um gegen Ende ihres 8-monatigen Australienaufenthalts nochmal ein einmaliges Erlebnis zu haben, stellt sich schon bald heraus, dass Lizzy nicht unbedingt campingerprobt ist. Duschen würde die 20-Jährige am liebsten jeden Tag und außerdem ist es in Australien gegen Abend und Nacht sowieso auch viel zu kalt.

Wer jetzt aber das Bild vom nörgelnden Stadtmädchen im Kopf hat, täuscht sich. In diesem Mädel steckt mehr: Ihre freundliche und ruhige Art (abgesehen von 2 Ausnahmen), sowie ihre Fähigkeit als hervorragender Co-Pilot machen sie definitiv zu einem unverzichtbaren Crewmitglied!

Wie jeder andere Mitreisende hat auch sie während dieser Reise einige Lieblingssätze entwickelt:

„Tim, can I borrow your jacket please?“

„Shower!“ (unterlegt mit einem riesigen Grinsen)

„AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!“ (vornehmlich aufgrund jeder Art von kreuchendem oder fliegenden Lebewesen)

Betul Selvi aka Betty aka Special B

Diese Deutschtürkin hat vor allem 2 Talente:

Sie schießt zum einen wunderschöne Bilder, hat zum anderen jedoch auch die phänomenale Gabe jede Konversation vom einen Moment auf den anderen im Keim zu ersticken. Redet die Gruppe im einen Moment über so wichtige Themen wie Landeshistorie, so weiß Special B durch Komentare wie „das Essen heute war schon richtig gut!“ das Gespräch zu kippen. Des weiteren beweist sie sich auch als Meisterin der Halbsätze, was zu einigen Missverständnissen mit den männlichen Mitreisenden führt (Bsp.: „Tim can you please give me…. Oh, I’m so tired!“ 30 Sekunden später: „Thanks Tim for your big help!“).

Dennoch hat auch dieses Mädel einen Platz im Herzen jedes Mitreisenden gefunden, da ihre Art zwar sehr speziell, aber definitiv liebenswürdig ist. Das sind auch ihre Lieblingssätze:

„People, this is awesome!“ (Bei nahezu jeder Gelgenheit)

„AAAAAAAAAAAAAAH! Fucking Mozies!“ (vorzüglich gegen Abend/Nacht)

„Of course!“ (Bei nahezu jeder Frage)

Colin Mckey aka Redhead aka Tourguide

Ein Glücksfall ist auch der 23-Jährige Australier aus Rockhampton, der wie Special B erst 2 Tage vor Beginn des Roadtrips ins Team gestoßen war. Seine durch und durch australische Art („Stay cool, hang loose and have fun!“) wirkt einfach in jeder Situation. Seine Fähigkeiten als hervorragender Fahrer sind in der Gruppe unbestritten. Mehr Diskussionsstoff sorgt jedoch die Ausführung seiner Funktion als Tourguide. In der Geschichte, Kultur und Art Westaustraliens nicht so bewandelt, muss er sich einige male anhören, seine Arbeit nicht gut genug zu erledigen.

Davon jedoch keinesweges geschockt oder verängstigt, weiß auch ehr mit flotttem Mundwerk zu überzeugen. Ob es nun landestypische Ausdrücke, wie „We are not here to fuck spiders!“ (Antwort auf die Frage, ob er ein Bier wolle; bedeutet: Natürlich, was sonst!) oder einfach nur lustige Sprüche über seine Mitreisenden sind, Colin weiß stets die Leute zum Lachen zu bringen. Das tun auch seine Lieblingssätze:

„No! Thank you!“ (Jedes Mal, wenn man ihm ein „Thank you!“ zugeworfen hat)

„I’m always happy!“

„I was born ready!“

Carolina „Lina“ Hulda Christina Wärlinder aka Mäm aka Miss Mac Donalds

In Schweden in leitender Position in einer Mac Donalds Filliale tätig, hat auch „Lina“ gegen Ende ihres Trips das Wagnis Roadtrip ins Auge gefasst. Durch und durch entspannt, sowie gespannt auf das Kommende, ist sie von Anfang an eine äußerst angenehme Zeitgenossin. Für viele Späße zu haben, macht sie sich auch als „Gassbottle full of Love“ einen Namen innerhalb der Gruppe. Während „Love“ daher rührt, dass sie jeden täglich mindestens 1 mal umarmt, schlummert der Ausdruck „Gassbottle“ in ihrer Körpermitte. Selten gab es eine junge Frau, die auf so beieindruckende Art Rülpser von sich geben kann!

Ebenso wie das gerade beschriebene Talent, ist sie auch beim Thema Autos und Motorräder eher ein Mann – das Auto gehorcht ihr zu jedem Zeitpunkt!

Jedoch schlummert auch in ihr eine feine Dame, die sich fern von Rülpsern und Autobahnen zeigt, nämlich dann wenn es „auf die Piste geht“. Dann schwingen Mascara und Lippenstift in einer windeseile durch ihr Gesicht.

Auch sie hat einige Lieblingssätze:

„Colllllllllliiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiin!“/“Tiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiim!“ (je nachdem wer gerade „gemein“ war)

„Aije“ (was Schwedisch und leider nicht überliefert ist)

„No fan!“ (ebenso Schwedisch, ebensowenig überliefert)

Tim Schick aka Timbow

Als Reporter bekomme auch ich die einmalige Chance diesem Erlebnis beizuwohnen. Während meine Sprüche in wenigen Situationen für Kopfschütteln sorgen, könnte ich auch ohne Probleme ein Bekleidungsgeschäft eröffnen. Im Laufe des Trips tragen die Mädels meine T-Shirts, Pullis oder Jacken, während ich stets halbnackt herumlaufe.

Auch ich habe einige Lieblingssätze, die da heißen:

„That’s not cool!“

„Good night angles!“

„Do you want to talk about it?“

Während Ihnen, geneigte Leser, nun die handelnden Charaktere vorgestellt wurden, wird hier ein Cut angesetzt und auf die folgenden Themenwoche verwiesen. Tag für Tag werden Sie nun erfahren, warum Essen in Restaurants nur schwer möglich ist, ich mit Druck nicht umgehen kann oder was es mit ‘schwedischen Bildern’ auf sich hat!

*** EILMELDUNG **** 07/05/2011

Posted by schickle in Allgemein.
1 comment so far

Der aus Deutschen, Schweden und Australier bestehende Konvoi ist in Broome angekommen!
Ausführliche Berichte werden in den kommenden Tagen folgen, seid gespannt!

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